Pressemitteilung

15.11.2011

Fachkompetenz und Erfahrungen ermöglichen immer neue Innovationen bei Zangen

Während das Funktionsprinzip von Zangen seit ihrer Erfindung im Grundsatz unverändert geblieben ist, sind im Bereich der Ergonomie auch heute noch zum Teil bahnbrechende Innovationen zu beobachten.

Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung haben die Werkzeugkonstrukteure von Würth. Das Unternehmen entwickelt seit dem Jahr 1980 – teilweise in Zusammenarbeit mit Partnern aus Forschung und Wissenschaft – eigene Zangendesigns. Grundlage für viele der bisherigen Verbesserungen sind die umfangreichen Praxiserfahrungen, die Würth in 50 Jahren Werkzeugentwicklung und -vertrieb sammeln konnte. Der direkte Kontakt mit den Kunden bot immer wieder Ansatzpunkte für Produktverbesserungen.

Im Vordergrund standen hierbei Anforderungen wie leichtgängige Mechanik, stabile Bauweise und die Einhaltung von sicherheitsrelevanten Vorschriften wie den VDE-Richtlinien. Mittlerweile haben sich sowohl die Griffform als auch das Material der Griffhülle als entscheidende Potenziale zur weiteren Erhöhung der Praxistauglichkeit von Zangen herausgestellt. Ziel dabei ist vor allem die Optimierung der Kraftübertragung von der Hand auf die Zange durch eine verbesserte ergonomische Gestaltung. Da sich in der Regel für jede Anwendung eine andere optimale Kraftübertragung ergibt, verfügen die verschiedenen Zangenarten von Würth über jeweils spezifische Griffformen und teilweise auch unterschiedliche Griffmaterialien. Um dem Anwender darüber hinaus die Handhabung der Zangen so weit als möglich zu vereinfachen, besitzen die Werkzeuge ausgefeilte Konstruktionsmerkmale wie die relativ spitz geformten Griffenden, die im Vergleich zu abgerundeten Griffenden ein bequemes Einstecken des Griffs beispielsweise in eine Hosentasche gewährleisten.

Eine grundlegende Bedingung für die optimale Kraftübertragung von der Hand zur Zange wird bei den Würth Werkzeugen durch einen kurvenförmigen Längsverlauf der Griffe erfüllt. Denn die gebogene Bauweise gleicht die unterschiedlichen Längen der Fingerglieder aus, so dass hier im Gegensatz zu geraden Griffen alle Finger in gleicher Weise Kontakt zur Griffoberfläche haben und dadurch eine gleichmäßige Kräfteverteilung realisiert wird. In diesem Zusammenhang spielt der Griffkragen eine wichtige Rolle. Er gibt einerseits dem Daumen bzw. Zeigefinger zusätzlichen Halt und verhindert so ein ungewolltes Abrutschen. Andererseits sorgt er bei entsprechend angepasster Größe dafür, dass die Zange beim Zugriff automatisch in die optimale Position rutscht. Um den Platzbedarf bei der Aufbewahrung – zum Beispiel in einem Werkzeugkoffer – zu reduzieren, sind diese Kragen auf eine erforderliche Mindestgröße begrenzt. Ebenfalls von großer Bedeutung für die optimale Kraftübertragung ist die Querschnittsform der Griffe.

Sie muss so gestaltet sein, dass die Finger eine möglichst große Berührungsfläche mit dem Griff aufweisen, um eine punktuelle und damit ungünstige Belastung zu vermeiden. Daher sind die Längskanten der Griffe aller Würth Zangen leicht gerundet – auf diese Weise entsteht kein zu hoher und damit unangenehmer Druck auf die Fingergliedgelenke. In der Produktkonzeption spielt auch die Materialwahl für die Griffhülle eine entscheidende Rolle. Um hierbei durch eine bestimmte Zähigkeit einen Polsterungseffekt zu bieten und so die Bildung von Druckstellen an den Händen zu verhindern, setzt Würth für die Griffhüllen nur hochwertige Zweikomponenten-Kunststoffe ein.

Die Qualität der Kraftübertragung von der Hand zur Zange wird zudem in einem hohen Maße vom Öffnungswinkel der Griffarme bestimmt. In dieser Hinsicht sind sowohl eine zu kleine als auch eine zu große Spreizung ungünstig. Deshalb besteht die Herausforderung darin, diesen Winkel an die individuelle Handgeometrie des jeweiligen Anwenders anzupassen. Aus diesem Grund besitzen Würth Zangen längere Backen. Dadurch steht ein größerer Einlegebereich für das Werkstück zur Verfügung, über den sich dann der Spreizwinkel flexibel verändern lässt. Nicht zuletzt stellt auch die Oberflächenstruktur der Griffhüllen der Zange einen entscheidenden Ansatzpunkt für eine verbesserte Ergonomie dar. So erleichtert eine glatte Oberfläche zwar das Gleiten der Finger beim Öffnen und Schließen der Zange, erschwert aber einen sicheren Halt. Aus diesem Grund sind die Oberflächen der Griffhüllen der meisten Würth Zangen unterschiedlich strukturiert. Bereiche, über die die Finger beim Öffnen und Schließen der Zange gleiten müssen, haben eine glatte Oberfläche. Bereiche, in denen die Finger ständig Kontakt zum gleichen Punkt der Griffoberfläche haben und daher wichtig für einen festen Halt sind, weisen demgegenüber eine bestimmte Profilierung für eine hohe Griffigkeit auf. Diese unterschiedlichen Oberflächenstrukturen finden sich auch an den Griffinnenseiten der Würth Werkzeuge, um ein einfaches Öffnen der Zangen zu gewährleisten.

Flachrundzange, Schrägschneider und Kombizange (300dpi)